Marokkanische Küche

Diesen Morgen sind es nicht die ersten Sonnenstrahlen, die uns wecken, sondern ein starker Sturm. Archibald unser Bus wackelt bedenklich und so ist nicht mehr an Schlafen zu denken. Wir entscheiden uns den Tag mit einem guten Kaffee (italienisch!) zu starten.

Doch was ist das? Unser Gas möchte nicht mit uns aufstehen und weigert sich beharrlich das Feuer anzumachen. Lasst uns dies schnell in einer logischen Formel demonstrieren: Kein Gas > kein Feuer. Kein Feuer > kein Kaffee (italienisch!). Kein Kaffee (italienisch!) > der Tag ist verloren.

Um also den Tag zu retten, versuchen wir schnell durch ein komplettes Auseinander- und Zusammenbauen der Küche das Problem ausfindig zu machen. Leider ist unsere Küche kein Computer und blosses Aus- und Anschalten bewirkt rein gar nichts. So geben wir auf und entscheiden uns missmutig in die nächste Stadt Chefchaouèn zu fahren und nach einer Alternative zu suchen.

Dort angekommen haben wir schnell Campinggas gefunden, leider ohne Zubehör. Dieses suchen wir dann die nächsten 6 Stunden ohne Erfolg. Nass bis auf die Knochen und müde wollen wir die Mission gerade abbrechen, als ein Mann mit Kapuzenmantel uns seine Hilfe anbietet. Eine weitere Stunde vergeht, die wir durch scheinbar zielloses Hinterherlaufen vergeuden, als Mister Kapuze plötzlich anhält und uns stolz etwas vorführt, welches an einen Campingkocher im Maxi-Format erinnert!

Und um 21:07Uhr weihen wir glücklich unsere marokkanische Küche ein: es ist Zeit für einen Kaffee (italienisch!).

Mister Kapuze

 

 

Marokkanische Küche 

Endlich Fels

Noch ein letzter Zug und es ist geschafft. Armando klippt den Umlenker einer Route, die laut Felsbemalung 7b+ vorgibt, laut Topo-A 7c und laut Topo-B 8a. Zwar durften sich die hohen Wände Caiats schon über ebenso hohen Besuch aus Amerika freuen, das Sportklettern steckt hier aber trotzdem noch mitten in der Entwicklung.

7b, 7c oder 8a?

So auch der gastfreundliche Hotelbesitzer und Dorfmanager Abdul, der gerade seine Traum-Herberge baut. Für uns kommt das sehr gelegen, denn wir können ohne weiteres auf seiner Baustelle parken. Wir geniessen die ersten Tage in herrlich warmer Sonne mit Klettern, Explorieren und marokkanischem Tee. Das Leben kann so einfach sein!

Endlich Fels

Ankunft in Marokko

Unsere ersten Impressionen nach 100km im nördlichen Rif-Gebirge? Keine Spur der weltweit grössten Cannabis-Plantagen, dafür aber Menschen, Menschen und noch mehr Menschen, die meisten zu Fuss und mitten auf der Strasse, egal ob Autobahn oder Nebenstrasse, egal ob Tag oder Nacht.

Massif von Caiat

Nach stundenlangem Fahren mit Geschwindigkeit 30h/km kommen wir endlich in Rueda an, dem Meeting-Point der Kletterer. Vor uns erheben sich die beeindruckenden Wände des Massifs von Caiat. Unser Plan für die nächsten Tage: klettern und eine Linie finden, die auf unsere Erschliessung wartet!

Im Norden Marokkos

35 Tage in Marokko

Warum Marokko?

Das Land ist nicht nur bekannt für seine kulturellen Highlights und seine schönen Landschaften, sondern auch für die zahlreichen Möglichkeiten an Outdoor-Aktivitäten, wie zum Beispiel Surfen, Gleitschirm fliegen, Trekking, Mountainbiking, Motocross fahren etc. Wir waren uns trotz der immensen Auswahl schnell einig: Wir wollten Klettern und Skifahren.

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Somit haben wir die 6 Wochen damit verbracht, eine Mehrseillängenroute von unten zu erschliessen, auf aussergewöhnlichem roten Kalk zu klettern und mit unseren Skiern Spuren auf die Hänge des Toubkals zu malen.

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